Das maurische Granada
In den folgenden Jahrhunderten erlebte die Stadt zugleich kulturelle Blütezeiten und einige Herrschaftswechsel. Mochten die maurischen Eroberer auch von der Inbrunst des Glaubens erfüllt sein, so waren ihnen weltliche Machtgelüste und irdisches Wohlleben keineswegs fremd.
Die Dynastien der Ziriden, Almoraviden, Almohaden und Nasriden lösten sich ab. Granada war die letzte Bastion des Islam in Spanien, im Jahr 1492 musste schließlich Muhammad XII., genannt Boabdil, der letzte Nasridenherrscher, vor Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon kapitulieren.
Damit war die Reconquista, die Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch christliche Truppen, abgeschlossen. Spanien konnte sich nun daran machen, die Welt zu erobern.
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